Kritik | Besser zu zweit von „wingenfelder:Wingenfelder“

Küstler:
wingenfelder:Wingenfelder
Redaktions-Wertung:
Titel:
Besser zu zweit
Release:
09. September 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Die Brüder Kai und Thorsten Wingenfelder kennt man vielleicht noch von der Band „Fury in the Slaughterhouse“. Von 1987 bis 2008 war die Rockband aus Hannover auch außerhalb von Deutschland weltweit erfolgreich. Doch seit 2010 machen die beiden Wingenfelder als Duo Musik und bringen diesen Monat ihr Debüt-Album heraus, das den Titel „Besser zu zweit“ trägt. Ob es zu zweit wirklich besser ist, oder gar besser klingt, haben wir für euch angehört.

Anders soll das neue Album sein. „Anders, eigen, undemokratisch und auf deutsch“. Vierzehn Geschichten erzählt diese Platte, die alle an verschiedenen Orten aufgenommen wurden. Man hat „irgendwann den Wunsch, den Kern der Sache zu finden, die Dinge auf den Punkt zu bringen und ich kann zunehmend spüren, dass uns das bei vielen Songs gelungen ist”, meint Thorsten Wingenfelder.

Überaus rockig beginnt die Scheibe mit dem Lied „Revolution“. „Wir haben nichts zu verlieren“ singen die beiden, und damit haben sie wohl Recht. Den neuen Weg zu zweit beschreiten sie mit ordentlichen Gitarrensounds und durchdringenden ehrlichen Texten. Schwerelos scheint das richtige Wort zu sein, aber gleichzeitig auch ein wenig bedrückend. Die Melodien sind angereichert mit viel gedankenvollem Moll, in den Songs „Dinge die wir nicht verstehen“ oder „Bis ans Ende der Welt“. Vereinzelt findet man auch Rock der mitreißen will („Kann ich auch alleine“). Durchgängig kann man die Grundstimmung der Lieder nachdenklich nennen. Die beiden Brüder haben sich wohl etwas dabei gedacht.

Auch wenn es anders sein soll, die Ähnlichkeit zum Klassiker „Time to Wonder“ ist nicht zu verkennen. Trotzdem scheint es für die beiden Brüder anders zu sein. „Wahrscheinlich nach fast dreißig Jahren “Platten machen” die schönste Studiozeit meines Lebens – und das will wahrlich was heißen”, meint Thorsten Wingenfelder. Live werden wingenfelder:Wingenfelder als „sechsköpfiges Elektronik-Akustik-Orchester“ das Publikum auf eine Reise mitnehmen. Das kann man sich durchaus mal anschauen.

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