Kritik | Battleground von „The Wanted“

Küstler:
The Wanted
Redaktions-Wertung:
Titel:
Battleground
Release:
04. November 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Mit „All Time Low“ haben es die fünf Jungs von The Wanted im letzten Jahr nicht nur in die Charts, sondern auch in die Herzen ihrer Fans geschafft. Zumindest ihrer Englischen. Hatte das Debütalbum „The Wanted“ noch einen sehr starken Boygroup-Charme, so versucht sich das Quintett mit dem zweiten Album „Battleground“ jetzt in eine andere Richtung zu entfernen und packt Dance und Electro mit auf den Tisch. Zu diesem Zweck wurde sowohl in London mit Steve Mac als auch in L.A. mit Diane Warren aufgenommen. Die neue Single „Lightning“ hat im UK bereits die Chartspitze erobert.

Das war allerdings auch fast nicht anders zu erwarten, denn im UK sind The Wanted echte Superstars. Sie werden von kreischenden Fans gefeiert und scheinen nahezu ein Dauerticket für die Top10 zu haben. Fernab der Insel sieht das allerdings etwas anders aus, denn Boygroups gehören in vielen Ländern zu einem abgeschlossenen Kapitel. Das zeigt nicht nur der Blick in die Hitlisten, sondern auch die Ankündigung, dass beispielsweise die Backstreet Boys gemeinsam mit den New Kids On The Block auf Tournee gehen wollen. Nicht als Boygroup, sondern als Mengroup, wie man zu den gereiften Bands aus den 90ern sagt. Aus der Zeit, als reine Männergruppen mit übertriebenen Choreos und peinlich engen Outfits noch problemlos den Weg an internationale Kinderzimmerwände geschafft haben.

Doch die 90er sind vorbei und mit ihnen auch das Interesse an süßen Jüngelchen, die böse in die Kamera gucken, dann aber von Sternen am Himmel und Herzschmerz singen. Und auch The Wanted sehen eben nicht nur jung aus, sondern wirken auch anhand ihrer Texte typisch „boygroupisch“. „Turn the lights out now/Now I’ll take you by the hand/hand you another drink“ oder „You think you see me/You haven’t seen nothing“ passen sicher gut zu den seichten und teils schon fast peinlichen Dancebeats, denen man auf „Battleground“ an jeder Ecke bedeutet, pushen aber sicher nicht das Image der Band.

Nachdem uns bereits das Vorgänger-Album „The Wanted“ nicht überzeugend konnte, so schaffen das die fünf Briten auch mit „Battleground“ nicht. Vollkommen überproduziert, viel zu viel Einheitsbrei. Es mögen Ohrwürmer dabei sein, allerdings sind diese einfach kaum gehaltvoll und höchstwahrscheinlich der Grund, warum The Wanted nicht über den UK hinaus erfolgreich sind.

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1 Kommentar

  1. Peinlich ist höchstens diese Rezension und nicht Battleground.

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