Kritik | Barking von “Underworld”

Küstler:
Underworld
Redaktions-Wertung:
Titel:
Barking
Release:
10. September 2010
LeserInnen-Wertung:
Genre:

„Born Slippy“ von Underworld, aus dem Kultfilm „Trainspotting“, kennt heutzutage jedes Kind. Das Duo Karl Hyde und Rick Smith ist schon seit 1988 im Elektro-Bereich unterwegs und beglückt verwöhnte Öhrchen mit einzigartigen Klängen von der Insel. Ihre letzten großen Gigs auf deutschem Boden hatten sie bei der Loveparade in Dortmund und beim “Sonne, Mond und Sterne”-Festival. Ihr letztes Album ist schon drei Jahre her und genau deshalb war es höchste Zeit für „Barking“! Die erste Single-Auskopplung „Always Loved A Film“ ist bereits am 27. August erschienen.

„Barking“ ist das sechste Album der Briten und enthält neun Tracks. Mehr braucht es auch nicht, denn (fast) jeder ist ein Kunstwerk für sich. Die Mischung stimmt einfach, was nicht zuletzt an Co-Produzenten wie Paul van Dyk, Mark Knight, Dubfire und D. Ramirez liegen dürfte. So begeistert bereits der Opener „Bird“ mit seinen hypnotischen, aber doch chilligen Elementen. Im Kontrast dazu steht das, wie ich finde, grandiose „Always Loved A Film“. Der Titel präsentiert sich deutlich melodiöser und hat sich längst einen Platz auf meiner Playlist gesichert. Absoluter und unbedingter Anspieltipp! Auch der folgende Song „Scribble“ entfaltet seine ganz eigene Magie.

„Hamburg Hotel“ ist eine der schwächsten Nummern auf dem Album. Dem fast ausschließlich instrumentalen Song fehlt das gewisse Etwas, auch wenn zum Ende hin ein kleiner Hoffnungsschimmer zu hören ist. „Grace“ ist da schon wieder eingängiger und erinnert ein wenig an Moby. Hier macht sich erneut die Handschrift von Co-Produzent Dubfire bemerkbar und liefert, wie schon mit „Bird“, einen interessanten Titel. Diese Beschreibung passt auch auf „Between Stars“. Düster, aber anziehend. Für mich der zweite Anspieltipp auf der Platte.

Mit „Diamond Jigsaw“ folgt dann ein weiterer Kracher, bei dem Underworld sich von einer neuen Seite präsentieren und dabei doch so vertraut und typisch klingen. Umso enttäuschender ist „Moon In Water“. Der Track klingt etwas lasch und hat einfach zu starke Konkurrenz auf „Barking“. Eine richtige Überraschung ist der letzte Song des Albums: „Louisiana“. Eine Klavier-Ballade, die sich zwar nett anhört, aber so gar nicht auf das sechste Werk von Underworld passen will.

Die Briten liefern mit „Barking“ in jedem Fall ordentlich ab und das nach über 30 Jahren in der Musik-Szene. Hut ab, Frau Mütze!

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