Kritik | 2 von „Netsky“

Küstler:
Netsky
Redaktions-Wertung:
Titel:
2
Release:
29. Juni 2012
LeserInnen-Wertung:

Fans elektronischer Musik dürften mit Netsky bereits bestens vertraut sein. Der 23-Jährige konnte bereits vor zwei Jahren mit seinem Chartstürmer-Album „Netsky“ auf sich aufmerksam machen und eine neue Drum’n’Bass-Welle in Europa auslösen. Bei ihm treffen melancholische Melodien und zarte Vocals auf harte Bässe und vereinen sich nicht nur zu tanzbaren, sondern auch ansteckend eingängigen Nummern. Auf dem Nachfolgeralbum „2“ ist das keinesfalls anders.

Das war allerdings auch nicht zu erwarten, denn der belgische DJ und Produzent hat in diesem Jahr bereits zwei großartige Singles veröffentlicht: „Give & Take“ und „Come Alive“. Sie waren die perfekten Vorboten für das, was der Master des Liquid Funk auf seiner neuesten Scheibe abliefert. Satte 15 Tracks sorgen mit Live-Einflüssen und Elementen aus Electro-House, Dubstep sowie dem euphorischen „Hände zum Himmel“-Drum-’n‘-Bass für absolut kurzweilige Unterhaltung. Allerdings nicht ganz einheitlich. Es gibt durchaus Nummern, bei denen man sich beim Skippen erwischt.

Im Ohr und damit im Gedächtnis bleiben besonders Titel wie der Opener „Love Has Gone“, „Come Alive“, „Get Away From Here“, „911“ oder „Puppy“. Zwischendrin verliert sich immer wieder er eigentlich einst so präsent da gewesene „Netsky-Sound“. Die Musik klingt teils durchschnittlich und ersetzbar. „2“ wird damit auch zum Einheitsbrei. Für Netsky-Neulinge vielleicht nicht unbedingt. Für alle, die den DJ seit „Smile“ und „Tomorrow’s Another Day“ kennen, aber bestimmt.

Dennoch lässt sich das Album gut durchhören, bietet schöne Gesangsparts, ein bisschen Klassik und auch Old-School-Elemente. Netsky versucht sich genreübergreifend mit vielen abwechslungsreichen Melodien. Er war und ist Belgiens Exportschlagern Nummer eins, daran wird sich mit „2“ nichts ändern. Dennoch hat sich sein Sound verändert, was wohl auch eine normale Entwicklung ist. Bleibt abzuwarten, wie die Reise weitergeht.

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