Earotic: Sweet Lounge Music Vol.1

Küstler:
Various
Redaktions-Wertung:
Titel:
Earotic: Sweet Lounge Music Vol.1
Release:
23. Juli 2010
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Web:
keine Angaben

Erotik für die Ohren. Dieses Versprechen macht die Compilation „Earotic: Sweet Lounge Music Vol.1“. Auch, wenn auf dem Cover und im Booklet mal wieder nur eine Frau zu sehen ist und damit scheinbar eher eine männliche Zielgruppe angesprochen werden soll. Dennoch: 14 chillige Titel laden zu einer musikalischen Reise ein und garantieren Entspannung pur.

Schon der Opener „Piece Of Mind“ von Nobody Beats The Beats beweist das. Die Nummer ist rein instrumental und ein vielversprechender Start in die Welt der erotischen Lounge Musik. George Benson sorgt mit seinem „The Ghetto“ dafür, dass dies auch so bleibt. Eine herrlich soulige Stimme und Gitarrenriffs zum Niederknien. Der Jazz-Gitarrist und Sänger hat bereits unzählige Alben veröffentlicht und stand bereits mit 8 Jahren auf der Bühne.

Etwas deplatziert erscheint mir Track 3, Nylon mit „Im 80. Stockwerk“. Weder der Text noch die Melodie sprechen mich an. Als einziger deutschsprachiger Song passt die Nummer für mich einfach nicht auf die Compilation. Auch, wenn Hildegard Knef an den Lyrics beteiligt war. „Pizzicato Polka“ von Jeremiah gefällt da schon etwas besser und man mag es kaum glauben: Die Musik stammt von Johann Strauss, genauer gesagt aus dem Pizzicato Polka Opus 449. Im loungigen Gewand macht sich die klassische Musik richtig gut. Es folgt „Don’t Mean A Thing“ von Space Jazz Dub Men und auch hier bin ich nicht vollends überzeugt. Vor allem nicht in Anbetracht der folgenden Konkurrenz-Tracks „Sunny“ von James Brown im Funkmaster J.B Vs Funkmaster J.S Vs Hardboiled Mix und „Random Act Of Love“ von Al Jarreau, bei dem auch Michael Jackson zu hören ist.

Innerzone Orchestra mit „ Galaxy“ und Monday Michiru mit „Lovin‘ You“ sind dann zwei relativ schnelle Nummern, bis es mit Soul II Soul und „Time For Change“ wieder richtig soulig wird. Common Featuring Mary J. Blige reihen sich mit „Come Close“ ein, bis Beady Bell Featuring Jamie Cullum mit “Intermission Music” einen der stärksten Songs auf der Compilation liefern. Das könnte zwar auch daran liegen, dass ich ein absoluter Jamie Cullum-Fan bin, aber die Stimmen der beiden Künstler harmonieren einfach toll.

Der vorletzte Track stammt von den Sofa Surfers, einer österreichischen Band, die durch die hier vertretene Nummer „Sofa Rockers“ im Richard Dorfmeister Remix bekannt geworden ist und perfekt auf das Album passt. Den Abschluss bildet Brian Culbertson mit „Forbidden Love“, einem weiteren Instrumentalsong, mit dem sich der Kreis schließt. Kurz um: „Earotic: Sweet Lounge Music Vol. 1” ist eine entspannte Compilation mit vielen Highlights, die sicher ihre Fans finden wird.

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