Kritik | Aphrodite von “Kylie Minogue”

Küstler:
Kylie Minogue
Redaktions-Wertung:
Titel:
Aphrodite
Release:
02. Juli 2010
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Manchmal erscheint es einem wirklich schwer zu erscheinen, wenn man eine Rezension schreibt und man nicht wirklich weiß wo man anfangen soll. Da bleibt einem wirklich nichts anderes übrig, über seine eigenen Erfahrungen oder über sein erstes Hörerlebnis zu berichten. Ähnlich erging es mir, als ich das neue Album „Aphrodite“ von Kylie Minogue in den Händen hielt.

Ich stamme noch aus einer Genaration, wo mir das Privileg zu teil wurde, die australische Serie „Neighbours“ im Fernsehen zu sehen und die ersten Songs von Kylie Minogue hören zu dürfen. Da waren noch „I should be so lucky“, „Je ne sais pas pourquoi“, den Schmachtschinken „Especially for you“ und der Titel “The Wild Roses Grow” mit Nick Gave. Lange Zeit wurde Kylie Minogue, genauso wie Rick Astley und andere englische Künstler von Stock, Aitken, Waterman  produziert. Danach folgten nur noch wenige Erfolge.

Erst in dem Duett mit Robbie Williams für den Song „Kids“ erlangte Kylie wieder neuen Ruhm. Selbst Madonna trug ein T-Shirt von „Geili Kylie“, die ihr zu noch mehr Aufmerksamkeit verhalf. Unter anderem arbeitete Kylie Minogue mit den Pet Shop Boys zusammen. Die kleine Australierin landete im Jahr 2001 einem Hit nach dem anderen. Besonders „hot“ war das Video zu „Can’t get you out of my head“.

Von da an ging es wieder bergauf. Bis ihre Krebserkrankung kam, die sie öffentlich bekannt gab. Für ihre Behandlung unterbrach sie ihre damalige Welttournee. Doch die zierliche Kylie, wäre nicht die, die sie wäre. Sie besiegte ihre Krankheit und startete wieder einmal ein Comeback.

Obwohl ich Kylie Minogue also schon in jungen Jahren hören durfte und sogar noch Platten von Kylie mein Eigen nennen darf, war ich selbstverständlich auf das neue Album „Aphrodite“ gespannt. Auf dem Longplayer sind 12 Titel vertreten, die sich nach feinstem Disco-Pop anhören. Es ist nicht wirklich eine neue Identifikation, mit der sich die Künstlerin Kylie Minogue präsentiert. Das soll allerdings nicht heißen, dass das Album schlecht ist.  Ganz im Gegenteil. Die Songs bleiben leicht im Ohr und hinterlassen beim Hörer auf jeden Fall ein Gute-Laune-Gefühl. Anspielstipps sind „Put your hands up“ und „Closer“.Der Titel „To much” erinnert ein wenig an den Eurodancesound der 1990er Jahre. Der Song „Can’t beat the feeling“ könnte ein neuer Abba-Song sein.

Wer sich jedoch auf eine Weiterentwicklung der Sängerin gefreut hat, wird ein wenig von dem Album „Aphrodite“ enttäuscht sein. Letztendlich hat man auf Altbewertes zurückgegriffen und es hübsch verpackt.

Als Manko empfinde ich das Booklet. Hier hätte ich mir die Texte der einzelnen Lieder gewünscht. Da der Musikmarkt derzeitig sehr schwierig geworden ist, hätte man dem Käufer doch ein wenig mehr bieten können. Trotz allem ist „Aphrodite“ ein gelungenes Album.

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