Kritik | Nature One „Go wild – freak out“

Küstler:
Various
Redaktions-Wertung:
Titel:
Nature One
Release:
15. Juli 2011
LeserInnen-Wertung:

Pünktlich wie jedes Jahr bringen auch 2011 die Veranstalter des Techno-Festivals Nature One parallel wieder ihre offizielle Compilation CD auf den Markt. Entsprechend der Aufteilung der verschiedenen Areas auf dem Festival-Gelände sind die drei CD’s dieser Compilation auch musikalisch auf die jeweiligen Areas zugeschnitten worden.

Ganz in der Mitte als optisches Highlight befindet sich immer der Open Air Floor. Die mit Licht, Laser und Videoprojektoren ausgestattete Tanzbühne hat keine Wände und somit keine Grenzen. So bietet auch die erste CD “Open Air Floor“ einfach nur grenzenlos starke Tanzmusik. Die CD startet mit dem Mottotrack “Go Wild – Freak Out“ von der Nature One Inc., die den Open Air Floor auch live beschallt haben. Dieser Titel bringt jeden Musikfan auch daheim gleich voll in Bewegung. Die ohne Pausen durchgemixte CD hat in “Blessed“ von Tom Hangs feat. Shermanology gleich einen weiteren Höhepunkt. Viele der Tracks sind stimmlich unterlegt und sorgen für ständig wechselnde Stimmungen und Rhythmen. Mit Armin van Buuren und seinem Track “Drowning“ greift dann einer der Veteranen ins Geschehen ein, der den Open Air Floor auf der Nature One schon mehrfach zum Kochen gebracht hat.

Auch der knallharte Beat von “Rock This“ aus der Schmiede von Star-DJ Paul van Dyk ist ein Track, an dem kein Musikfan vorbei kommt. Ganz modern im Stil der Beats aus den Charts präsentiert sich Allure feat. Jes mit “Show Me The Way“, ohne jedoch allzu kommerziell zu klingen. Der Song geht direkt über in “Take Me Over“ der Manufactured Superstars, der die Soundspirale weiter nach oben treibt und wahre Gefühlsexplosionen produziert. Zum Ende von CD 1 kommt mit “Metrum“ von Fedde Le Grand noch ein knallharter Track. Den Abschluss bildet mit Felix Da Houssecat und seinem Track “Zaman“ noch ein alter Veteran der internationalen DJ-Szene.

CD 2 steht ganz im Zeichen des Century Circus. Dieses ehemalige Zentrum der Nature One ist dieses Jahr ein wenig nach außen gezogen und hat seinen Platz mit dem Classic Terminal getauscht, weil der Century Circus einfach mehr Platz gebraucht hat. Das hat der Musik aber nicht geschadet, wie diese CD zeigt. Die treibenden Beats sind härter und der Sound ist wesentlich geradliniger als auf CD 1. Leider fehlt es den ersten Tracks etwas an Abwechslung und individuellem Stil. Das ändert sich erst mit “On A Train“ von Pig & Dan, dem ersten Highlight dieser CD. Ein weiterer Track, der sich wohltuend aus der Masse abhebt und unbedingt gehört werden muss, ist “Callisto“ von Marc Romboy & Stefan Bodzin. Es folgen am Ende drei weitere sehr gute Tracks mit “Playground“, “Wavedancer“ von Monika Kruse und “Tout Va Bien“. CD 2 wird hinten raus deutlich besser.

Bei der dritten CD “House Of House“ kommen dann endlich wenig überraschend die House-Fans auf ihre Kosten. Gleich der Einstieg “Cry“ von den Bingo Players ist ein Dancefloor-Hammer und versetzt alle House-Fans in pure Ekstase. Der Sound wird wesentlich verspielter und auch altbekannte Songs wie die Titelmelodie von Rocky findet in “Gonna Fly Now“ von Lexy & K-Paul eine neue Interpretation. “The Horizon“ ist ein Song, der die Tanzfans jubeln lässt. Allerdings ist es fast unfair, überhaupt irgendeinen Song von der House-CD hervor zu heben, denn die Songs sind perfekt zusammen gestellt. In der Gesamtheit ist die House-CD die beste der drei CD’s.

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