Wanda Jackson – die Queen des Rockabilly mit neuem Album (prod. von Jack White), VÖ: 28.01.11

Als Wanda Jackson, die rechtmäßige Königin des Rockabilly, 1958 ihren Hit „Let’s Have A Party” aufnahm, nachdem auch ihr ehemaliger Freund Elvis Presley eine Version dieses Songs veröffentlicht hatte, war ihre Interpretation des Chorus weniger eine Empfehlung als vielmehr eine Anweisung. Und wie der Titel – und wichtiger noch: die Inhalte – ihres neuen Albums „The Party Ain’t Over” (VÖ: 28.01.11) andeutet, ist die lebhafte Siebzigerin auch heute noch so energetisch wie eh und je. Unlängst wurde Jackson in die Rock and Roll Hall Of Fame aufgenommen und als wegweisende Künstlerin für die Entwicklung populärer Musik geehrt. Als Teenagerin war die zierliche Sängerin Mitte der 50er Jahre die erste Frau, die unverfälschten Rock’n’Roll zelebrierte – und sie übertraf sogar die jungen Männer wie eben Presley, die seinerzeit dieses Genre definierten, mit ihrem berauschend unverblümten Ansatz. Die junge Jackson, geboren in Oklahoma, wirkte sowohl mutig als auch glamourös; das verspielt schlüpfrige Brummen in ihrer Stimme harmonierte mit ihren gewagten, handgefertigten Outfits: kurze Rücke und fransige Kleider, die auch noch Dekaden später angehende „böse Mädchen“ inspiriert haben. Als über 50 Jahre lang unermüdlich tourende Künstlerin gelingt es Jackson auch heute noch, neue junge Fans für sich zu gewinnen. Zu diesen zählt auch White-Stripes-Mastermind Jack White.

Auf ihrem Debüt für Third Man/Nonesuch Records, das von Jack White (White Stripes) in seinem Studio in Nashville produziert und arrangiert wurde, beweist die temperamentvolle Jackson nun einmal mehr, dass eine freche Rock’n’Roll-Attitüde keine Altersgrenze kennt, und zeigt in Rocknummern wie „Rip It Up“ und „Nervous Breakdown“, dass ihr Markenzeichen-Brummen noch immer voll intakt ist.

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