VON DER FREIHEIT: Der Sampler „Von der Freiheit“ ist erschienen

„Jeder hat das Recht auf freie Entfaltung seiner Persönlichkeit“!
(Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, Artikel 2,1)

„Ich mach mein Ding“ singt Udo Lindenberg.
Philipp Poisel gäbe „für keine Kohle dieser Welt“ seine Freiheit auf.
Die Sportfreunde Stiller erinnern an ein Flüchtlingsdrama an einem „Dienstag im April“.
Und Laith Al-Deen proklamiert in seinem aktuellen deutschen Remake von George Michaels „freedom90“, dass wir „alle zur Freiheit geboren sind“.

Beim Sampler „Von der Freiheit“ ist der Name Programm. Bei der Auswahl der Songs gab es keine stilistischen Scheren im Kopf. Es gab Keine Hipster-Quote und keinen künstlich heraufbeschworenen Coolnesfaktor. Die Auswahl der Songs erfolgte nicht nach den höchsten Streaming- oder Downloadzahlen, sondern danach ob Künstler etwas zum Thema Freiheit zu sagen haben oder nicht. Wie das auszusehen hat, welche Art von Freiheit besungen wird, dafür gab es keine Regeln und Grenzen. Die Auswahl der Songs geschah aus dem Bauch heraus, nach Lust und Laune und aufgrund der Freude über die ganz individuellen Freiheitsgeschichten der Musiker die hier auf dieser CD versammelt sind. Und nachdem viel Mehr Musiker als erhofft ihre Zusage gaben Teil dieses Samplers zu sein wurde aus der CD eine Doppel-CD.

„Freiheit ist mein Traum“ singt zum Beispiel Sternekoch Nelson Müller im neuen Urban Soundgewand, auf seinem ebenfalls extra für „Von der Freiheit“ produzierten Song und drückt aus was wir alle für uns in Anspruch nehmen wollen, aber selten leben können.

Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Freiheit der Kunst und der Wissenschaft, Glaubensfreiheit, Gewissensfreiheit, Bekenntnisfreiheit, Versammlungsfreiheit, Vereinigungsfreiheit, Berufsfreiheit. Nicht nur politisch ist Freiheit unser wichtigstes Gut. Auch persönlich fordern wir ständig Freiheit ein und sehnen uns häufig nach dem eigenen weiten Raum, der Luft zum Atmen, der Zeit zum Nachdenken und der Möglichkeit einfach tun und lassen zu können, was wir wollen.

„Ich brauche meine Freiheit“! – Sich Freiheiten zu nehmen, sie Anderen zu geben und gleich zu prüfen, wo die eigene Freiheit die Unfreiheit des Anderen bedingt, das wäre eine gute Basis für eine Idee von einem freien Leben. Kunst brauchte ebenfalls schon immer Freiheit und Freiraum um sich entwickeln zu können und wir leben in einem Land, wo wir diese Kunst – Gott sei Dank – überwiegend frei ausüben können.

Im Jahr 2017 wird auch das Reformationsjubiläum der Evangelischen Kirche gefeiert. „Von der Freiheit eines Christenmenschen“ heißt z.B. eine der wichtigsten reformatorischen Schriften und heute sollte das für uns vielleicht übersetzt werden als „Von der Freiheit eines JEDEN Menschen“. Oder eben von dem Traum davon.

Der Song „Fahnenfluch“ von dem afghanischen Flüchtlingssohn Sorab Jon Asar handelt von diesem Traum frei zu sein, eine Heimat zu haben und nicht gefühlt seit 26 Jahren auf der Flucht zu sein. „Halt keine Fahne hoch, weder für mich noch für Nationen (…) Und ich singe keine Hymne, wenn sie nicht der ganzen Menschheit bestimmt ist“. Ein Song wie ein Freiheits-Ruf.

Auf dieser CDs sind nun Künstler versammelt, die der Freiheit in ihrer musikalischen und inhaltlichen Unterschiedlichkeit einen Klang und eine Stimme geben. Ein seltsamer Stilmix? Zu politisch? Zu persönlich? Zu poppig und dann wieder zu verschroben? Ja, vielleicht. Und: Ja, hoffentlich!

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