THE NEXT BIG THING – RITA ORA – neue Single R.I.P. und Album ORA in den Startlöchern

Wenn Rita Ora den Raum betritt, macht sich unter den Anwesenden im Nu das Gefühl breit, ein Stern sei vom Himmel herabgestiegen, die junge Londonerin verfügt über ein nicht unerhebliches Maß an dem, was man allgemein als „Star Quality“ bezeichnet. Es ist unübersehbar: allein Ritas Anwesenheit erhellt den Samstagabend in Notting Hill, ihre Aura überstrahlt alles. Ob sie bereits so auf die Welt kam, weiß keiner – ihr (Nach-)Name könnte jedoch bereits als kleiner, richtungsweisender Hinweis gedeutet werden…

Na klar, Shootingstars kommen und gehen. Doch all diejenigen, die die Ergebnisse ihrer ersten Solo-Studiosessions bislang zu Ohren bekamen, haben keinen Zweifel daran, dass sich der Impact, den sie in ihrer Heimat hatte, schon bald in den internationalen Charts fortsetzen wird. Die Kombination aus Streetsmartness, die von ihrem Leben in der Hauptstadt geprägt wurde und ihr überirdisches Star-Potenzial, ergibt einen ebenso widersprüchlichen wie unwiderstehlichen Mix.

Die Tatsache, dass sie als Gastsängerin des ersten Drum’n’Bass-Nummer-Eins-Hits (DJ Freshs „Hot Right Now“) jüngst britische Chartgeschichte schrieb, spielt sie herunter – obgleich ihre Stimme zweifellos einen ganz erheblichen Anteil zur immensen Popularität des Songs beitrug. Der überragende Erfolg ihres ersten Nummer-Eins-Hits könnte so etwas wie die Generalprobe sein, die Ouvertüre zum eigentlichen Hauptakt: Rita Ora solo. Wenn „Hot Right Now“ wie eine Rakete an die Spitze der britischen Popcharts schoss, so folgt nun mit ihrem Solomaterial die krönende Explosion.

Rita hat einen natürlichen Hang dazu, Street-Beats mit Pop zu vereinen. Ihre Musik spiegelt die Gedanken wieder, die in ihrem jungen Hirn umher flirren. Die Sounds, die sie auf den Straßen von Notting Hill hörte, Calypso und Ragga (u.a. beim berühmten Carnival), vermischt sich mit dem Klingelton-Pop, der aus den Fastfood-Buden schallt; der Funk der Black Music-Tradition des Viertels trifft auf das schicke Grundrauschen der um sich greifenden Gentrifikation. Rita Oras Musik klingt schwarz und weiß, hart und soft, reich und arm – weil ihre Lebenswelt von all diesen konkurrierenden Elementen erfüllt ist. Sie hat gelernt, sie in Songs umzusetzen. „Mein erstes Album“, sagt sie, „soll unbedingt genau so klingen wie mein Leben“.

Ähnlich faszinierend ist auch ihr Gespür in Stilfragen. Sie kombiniert die verschiedensten modischen Einflüsse: ein Ballkleid mit Louis Vuitton Schuhen, dazu Biker-Jacke – dieser Mix ergibt in Ritas ganz spezieller Welt einen Sinn. Kostüm-Schmuck und opulenter Bling Bling schließen sich ebenfalls nicht aus. Die Arbeit mit einem Stylisten ist für sie wie „mit ein paar Freunden Verkleiden spielen, bevor man abends ausgeht – nur mit ein paar Kontakten mehr“. Als Konstante bleiben stets der trademarkhafte, rote Lippenstift und die platinblonden Haare. Brünett ist für Rita ein absolutes No Go. („Ich habe neulich im Top Shop eine Perücke aufgesetzt und dachte nur: ‚nie wieder!‘). Ganz begeistert war sie, als sie sah, wie ihre jungen Fans ihren Stil annehmen – wie z.B. jüngst bei einem Showcase in London. „Die ganze erste Reihe mit rotem Lippenstift! Jawoll. Das war scharf.”

Ihre Debütsingle „RIP“ ist eine Ode an eine verlorene Liebe. Der Song bewegt sich an der Periphere zwischen Pop, R&B, Rock, Rave und erhielt zu guter Letzt ein Zuckerguß-Finish aus 100% Liebeskummer. Ein Song, der dich sofort beim ersten Hören packt. Geschrieben wurde er vom augenblicklichen Meister des Beziehungsdrama-Liedguts, HipHop-Connaisseur Drake. „Ich war ziemlich in Drake verknallt“, gibt Rita zu, „und als ich ihn dann traf, war er der netteste Typ, den man sich vorstellen kann. Zwischen uns entwickelte sich schließlich eine großartige Freundschaft. Ich kann es immer noch nicht glauben, dass er mir so einen fantastischen Song gegeben hat“. Produziert wurde „RIP“ von den Titanen des britischen Underground/Overground-Crossover-Dance-Genres, Chase and Status. Tinie Tempah steuerte einen Gast-Rap bei. Doch trotz der unschlagbaren Fünf-Sterne-Features ist „RIP“ Rita Oras offizieller Startschuss. Es ist es ganz alleine ihr Ding.

Doch Rita hat noch eine ganze Menge mehr zu bieten. Ihr Debütalbum hat die Qualität und Klasse, im Scheinwerferlicht der Weltöffentlichkeit zu bestehen. Jay Zs Roc Nation-Label machte den Release zu seiner Top-Priorität und die HipHop-Legende ließ es sich darüber hinaus nicht nehmen, die junge Britin bei einem Überraschungsbesuch bei einer der wichtigsten US-Radiostationen, Z100, der amerikanischen Öffentlichkeit persönlich vorzustellen. Die Liste derjenigen, die Schlange standen, um mit ihr zu arbeiten, liest sich wie die Preisträger-Verzeichnis einer Awardshow – von Underground-Helden bis hin zu Mainstream-Größen. So finden sich in den Albumcredits neben Drake und C&S u.a. auch Diplo, Switch, Stargate und The Dream.

Video R.I.P. 

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