SIZARR – Videopremiere – Purple Fried

Sizarr sind tatsächlich das in diesen Tagen allerbeste Beispiel für eine neue Generation von Bands. Einer Generation von Bands, der nichts ferner liegt als die Selbstgenügsamkeit, es mit möglichst angepasster Weichzeichnung von jugendlichen Sehnsüchten bis ganz nach oben zu schaffen. Zum Glück sind Sizarr schon viel weiter. Dank des Internets blickten sie von Anfang an über den Status Quo nationaler Popkultur hinaus. Von Anfang an musste ihre Musik losgelöster, fortschrittlicher und aufregender sein, denn langweilig gab es ja die ganzen letzten Jahre schon. Von Anfang an war auch klar, dass Sizarr das ganze Ding besser selber machen, dass sie ihren Antrieb und ihre Identität nicht aus der Enge eines Städtesounds oder einer regionalen Nischenkultur beziehen, sondern überall daher, wo sie es wollen. Dieses Selbstbewusstsein sprach sich schnell herum.

Nachdem die Rohfassungen der ersten Songs im Netz kursierten, wurden sie auf Festivals gebucht. Sie spielten das Melt!, das On3 Festival, das Berlin Festival, Iceland Airwaves, Eurosonic, Dockville und das Reeperbahnfestival. Sie tourten mit Kele und wurden als Support für Broken Bells engagiert. Große Plattenfirmen und die Presse wurden hellhörig, es erschienen Artikel in The Guardian, der Süddeutschen, in Intro, im Musikexpress und auf Spiegel Online.

Und dieses Selbstbewusstsein ist es, was nun „Psycho Boy Happy“, eindrucksvoll abbildet. Auf der einen Seite die gesammelten und gefilterten Einflüsse dreier junger Musiker, die seit ihrer frühesten Jugend und nach einer den Warp-Backkatalog, HipHop-Geschichte und die immergültige Natur von Folk und Singer/Songwritern umfassenden Sozialisation auf Soundsuche sind. Auf der anderen aber auch das Talent, aus Einflüssen neue und eigene Ideen zu entwickeln. Denn auch wenn im Bandalltag bei Sizarr Laptops auch als Instrument gesehen werden und sich der Austausch von Ideen sowohl in E-Mail-Postfächern, als auch in Jamsessions abspielt, gehören sie mitnichten zu der Flut von Produzenten, die sich schon nach dem Download einschlägiger Produktionssoftware für Musiker halten. Dass Sizarr auch verstehen, was sie spielen, zeigt sich spätestens in der Bühnensituation.

Kurz vor Veröffentlichung von „Psycho Boy Happy“ haben SIZARR gemeinsam mit Tape.tv die Premiere ihres neuen Videos zu „Purple Fried“ gefeiert. Das Album kann man außerdem bereits in voller Länge anhören. Und zwar hier!

22.10.2012 München, Atomic Cafe
23.10.2012 Stuttgart, Club Schocken
24.10.2012 CH-Basel,Kaserne
25.10.2012 CH-Zürich, Exil
26.10.2012 Frankfurt, Zoom
27.10.2012 Köln, Gebaeude9
29.10.2012 Hamburg, Uebel&Gefährlich
30.10.2012 Hannover, Weidendamm
31.10.2012 Berlin, introducing@binuu
01.11.2012 Leipzig, Centraltheater (tbc)
02.11.2012 Dresden, Puschkin

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