Sepalot – Videopremiere zu Naughty Boy

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Der Himmel verhüllt sich verheißungsvoll in tiefes schwarz und verkündet unmissverständlich: Da kommt etwas auf uns zu. Es bahnt sich etwas an. Und zwar die neue Platte von Sepalot.

Auf dieser Platte haben sich die „Chasing Clouds“ seines Vorgängeralbums zum titelgebenden „Black Sky“ verdichtet; haben die treibenden Soundwolken einen Großteil von Sepalots sonnigem Gemüt verschluckt; und so ist seine charakteristische Entspanntheit einer instrumentierten Melancholie und Aggressivität gewichen, die man dem sympathischen Münchener in dieser Form gar nicht zugetraut hätte – und die Sepalot glatt selbst ein wenig überrascht. „Die Platte spiegelt eine dunkle Seite von mir wider, von der ich überhaupt nicht wusste, dass sie existiert“ gesteht er.

Bereits das Titelstück bringt diese dunkle Seite perfekt zum Ausdruck, wenn Gast-Vokalist Fab mit gelebtem Schmerz in der Stimme ein verbalisiertes Konglomerat aus Wissen und Wehmut über den treibenden Beat legt: „Where the sun and the beauty of the sky-blue disperse/That´s where I fall in, causing others pain, causing others hurts“ – und damit gleichzeitig klar macht, dass „Black Sky“ auch eine Platte der instrumentierten Gegensätze geworden ist.

Denn selbstverständlich sind die Tracks nicht einzig und allein in ein tiefes Schwarz gehüllt. Immer wieder bricht gleißendes Licht durch die vertonte Dunkelheit auf „Black Sky“, die das stimmige Soundbild jederzeit mit Hoffnung flutet. Insofern haftet den Songs zwar stets etwas leicht Elegisches an, aber das drückt nie negativ auf die Stimmung, sondern erhebt die Melancholie für die Dauer eines Albums in den Rang des schönsten Gefühls der Welt. „Ich habe im Vorfeld ganz viel The Doors gehört, weil ich den suizidalen Aspekt in ihrer Musik total spannend finde. Das habe ich inhaliert“, berichtet Sepalot. „Dieses Kaputte, dieses Dreckige, dieses Hingerotzte – das war meine Inspirationsquelle. Ich war durstig nach der Energie des Puren.“

Zur Einstimmung darauf feiert er mit seinem Song „Naughty Boy“ Videopremiere. Und zwar hier!

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