Richard Lenz veröffentlicht „Glücksschwein“ | Album-VÖ: 17.05.

Mit Songs ist es manchmal wie mit Tagebucheinträgen: Nach ein paar Jahren Abstand kann man sich oft nur wundern, aber in dem Moment selber war es nicht weniger als der grundehrliche Spiegel der gefühlten Wahrheit. Wenn man als Sänger und Songschreiber sein neues Album nun auch noch Glücksschwein (VÖ: 17.05.) nennt, dann müssen diese Momente nicht die schlechtesten gewesen sein.

”Im Gegenteil” sagt Richard Lenz, “auch wenn es einem augenscheinlich gut geht – im Innern laufen doch oft ganz andere Filme ab. Der Albumtitel ist eher der fröhliche Anstrich und die Songs selbst der Blick hinter die Fassade.”

Undefinierbare Sehnsucht nennt Richard den Antrieb, der seit seiner Kindheit zahllose Ton- und Datenträger mit Songs gefüllt hat. Elfeinhalb veröffentlicht er jetzt auf seinem Solo-Debüt-Album. Es sind klassische Pop-Dreiminüter mit Titeln wie “Ohne Wenn und Aber” oder “Am Ende des Tages”, bei denen scheinbare Floskeln mit individuellen Geschichten neu und mit Wortwitz gefüllt werden.

Die ”autofiktiven“ Songs wie „Soo schön“ besingen einen schmerzhaft-schönen Abschied oder machen ein Wortspiel wie “Verloren um gefunden zu werden” zum hoffnungsvollen Motto. Es gibt auch anderes, etwa wenn in “Desillusionierung” Glaube und Religion Thema werden, oder wenn in “Sag du mir” sich jemand konsequent vor der eigenen Meinung drückt. In „Irgendjemand wartet immer“ stand ein Filmzitat Pate: mit diesem ließ Charles Bronson im Finale von Sergio Leones Klassiker Spiel mir das Lied vom Tod Claudia Cardinale stehen. Und mit “Und dann hebst du ab” ist sogar eine erotische Ballade mit an Bord – wenn es diese Gattung Popsong überhaupt gibt (“die schönste seit „Norwegian Wood” wie Lennon-Fan Richard Lenz selbstbewusst, aber mit einem Augenzwinkern verkündet).

Ein Teil der Produktion wurde erfolgreich durch ein Crowdfunding-Projekt finanziert, und bei den dabei gebuchten Hauskonzerten ist mit Schlagzeuger Tim Bennewart live inzwischen eine Mischung aus Akustik-Duo und Indiepop-Band entstanden, die den Minimalismus der Songs nochmal auf ganz eigene Art rüberbringt. Tim, mit seiner Melodieverliebtheit und dem selbsternannten Drang zu musikalischer Klarheit, ist für Songs, wie Richard Lenz sie schreibt, auf der Bühne die perfekte Ergänzung.

Tour:

18.05. Berlin, Cafe Bilderbuch
14.06. Berlin, Brückeneck
14.07. Berlin, Schokoladen
05.08. Berlin, Arcanoa
08.08. Leipzig, Tonelli’s
13.08. Hamburg, Freundlich und Kompetent
21.08. Berlin, Hangar 49
05.09. München, Munich Song Connection
10.09. Berlin, Lagari
19.09. Berlin, Acud
14.09. Köln, Low Budget
29.09. Dresden, blaue FABRIK

Weblink

www.richardlenz.net

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