Phil Collins „Going Back“ Single VÖ: 03.12.2010

Der britische Sänger und Schlagzeuger veröffentlicht das erste Studioalbum nach acht Jahren. Die CD „Going Back“ ist ein persönlicher Tribut an die Soulmusik der sechziger Jahre und enthält berühmte Songperlen von den Temptations bis Curtis Mayfield in einer unnachahmlichen Interpretation des 59-jährigen Ausnahmemusikers.

Das neue Album „Going Back“, das am 10. September veröffentlicht wird, ist ein ganz besonderes Projekt für den achtfachen Grammy-Gewinner. Philip David Charles, genannt Phil Collins hat sich erstmals umfassend und intensiv mit der Musik seiner Jugend beschäftigt und einige handverlesene Hits und Songs aus der Soulmusik selektiert, die einen prägenden Einfluss auf sein Leben und auf seine musikalische Entwicklung hinterlassen haben.

„Eigentlich dürfte es kaum überraschen, dass ich endlich ein Album mit einigen meiner Lieblingssongs produziert habe“, meint Phil Collins. „Alle diese Songs bildeten die klangvolle Kulisse meiner Teenagerzeit. Ich kann mich noch genau erinnern — als wäre es gestern —, wie ich in den Marquee Club im Londoner Stadtteil Soho gegangen bin und mir die Shows von The Who, The Action und anderen Bands angeschaut habe, die viele dieser Soulklassiker live gespielt haben. Am nächsten Morgen bin ich sofort in den nächsten Plattenladen gelaufen und habe mir die Scheiben gekauft.“

Phil Collins hat im Laufe seiner 30-jährigen Karriere immer wieder Songs neu aufgenommen, die sein musikalisches Erwachsenwerden beeinflusst haben. Darunter solche Ohrwürmer wie „You Can’t Hurry Love“, „A Groovy Kind of Love“, „Tomorrow Never Knows“ und „True Colours“. Noch nie hat der am 31. Januar 1951 in London geborene Gentleman ein Projekt verwirklicht, in dem er sich ausnahmslos mit den Kompositionen und Songs von anderen Songschreibern und Interpreten beschäftigt hat. „Going Back“ ist der emotionale Rückblick über die eigene Schulter, der jedoch von den eigenen Erfahrungen aus den vergangenen Jahren gefärbt ist.

„Ich wollte diesen großartigen Songs keineswegs etwas ‚Neues’ beifügen“, erklärt Mr. Collins. „Ich wollte jene Sounds und Gefühle, die ich damals hatte, als ich diese Songs das erste Mal hörte, wiedererwecken und in die aktuellen Aufnahmen einfließen lassen. Meine Absicht war es, von der Stimmung her ein ‚altes’ Album zu produzieren, kein modernes. Dabei war es für mich ein Glücksgriff, dass ich drei überlebende Mitglieder der berühmten Funk Brothers für alle Songs verpflichten konnte. Als wir den Song ‚Heat Wave’ einspielten, da durchfuhr mich ein wahres Glücksgefühl. Ich habe in der Zusammenarbeit mit den drei Funk Brothers mehr über handwerkliche Fertigkeiten und die Kunst des Songwritings erfahren als von irgendeinem anderen Kollegen, mit dem ich bislang kooperiert habe. Dafür bin ich sehr dankbar.“

Die Songliste von „Going Back“ liest sich wie eine musikalische Bestsellerliste der sechziger Jahre. Das vom Dreamteam Holland-Dozier-Holland komponierte und von den Temptations gesungene „Girl (Why You Wanna Make Me Blue)“ liefert das Startsignal in einen grandiosen Soultrip, der seinen Ausklang mit dem Titelsong „Going Back“ findet, den Gerry Goffin & Carole King 1966 schrieben und mit dem die britische Sängerin Dusty Springfield im gleichen Jahr die Top 10 der britischen Single-Charts eroberte. Dazwischen erklingen in der sensiblen und mitreißenden Collins’schen Bearbeitung u. a. „Uptight (Everything’s Alright“), „Blame It On The Sun“ und „Never Dreamed You’d Leave In Summer“ von Stevie Wonder wie auch jeweils drei Songs von Martha & The Vandellas („(Love Is Like A) Heatwave“, „In My Lonely Room“, „Jimmy Mack“) und den Four Tops „“Satanding In The Shadow Of Love“, „Something About You“, „Loving You Is Sweeter Than Ever“).

Ach ja, beinahe übersehen: Der Dauerbrenner „Papa Was A Rolling Stone“ von den Temptations wurde von Phil Collins und seinen aktuellen Mitstreitern natürlich auch entsprechend aufgefrischt. Ebenso erwähnen sollte man „Talking About My Baby“ von Curtis Mayfield & The Impressions, „Going To A Go-Go“ von Smokey Robinson & The Miracles, „Do I Love You?“ von den Ronettes, „Love Is Here“ von den Supremes und Kim Westons US-Tophit „Take Me In Your Arms (Rock Me A Little While)“ aus dem Jahre 1966.

Phil Collins hat in seiner ruhmreichen Karriere über nahezu vier Jahrzehnte 100 Mio. Alben verkauft, dazu summieren sich weitere 150 Mio. Alben aus seiner Zeit mit Genesis. Neben acht Grammys wurde der Brite mit einem Oscar für seinen Filmsong „You’ll Be In My Heart“ aus dem Animationsfilm „Tarzan“ sowie zwei Golden Globe Awards für „You’ll Be In My Heart“ (2000) und „Two Hearts“ (aus dem Ganovenfilm „Buster“, 1989) ausgezeichnet.

Am kommenden Samstag wird Phil Collins bei „Wetten Dass…?“ auftreten und seine neue Single vorstellen.

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3 Kommentare

  1. Hey in Internet Explorer 7 sieht dein Blog irgendwie seltsam aus.

  2. IE 7? wie langweilig. Kauf Dir nen Apfel

  3. Hmm, höre ich zum ersten Mal. Könntest du mir mal bitte per Mial (camillo.pfeil@cd-bewertungen.de) die genaue Versionsnummer und einen Screenshot schicken? Denn schaue ich mir die Sache mal an.

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