Electric Guest „Mondo“ | Album-VÖ: 18.05.201

Electric Guest stammen aus Los Angeles und gründeten sich 2010. Ihre Musik ist ein Schmelztigel aus R’n’B, Funk, Pop, Classic Rock und vielem mehr. Mit ihren meditativen Texten, äußerst griffigen Refrains und Dance-inspirierten Rhythmen vermittelt das Duo dem Hörer eine herrliche Wohlfühl-Erfahrung. Wie der Ursprung dieses Namens, so besteht auch die Band und ihre Musik aus Menschen und Erinnerungen, die Asa auf seinem langen, kurvenreichen Weg hin zu ihrem ersten Album „Mondo“ aufsammelte. Diese Qualität des Nomadentums kann man in ihren Songs förmlich spüren; Songs, die ebenso überraschende wie symphonische Richtungsänderungen vornhemen und sich damit in ein wundervolles Wechselspiel mit Asas vielseitigem, Soul-beeinflussten Gesang begeben. Damit wird man als Hörer weich und traumgleich durch ihre ungewöhnlichen Akkord- und Dynamik-Wechsel geleitet, die einen Teil des Zaubers ihrer Musik ausmachen – gut nachzuhören auf ihrer allerersten, fast neun Minuten langen Single „Troubleman“.

Eletctric Guest bestehen aus Asa Taccone aus Berkeley/Kalifornien und Matthew Compton a.k.a. Cornbread, der aus Danville, Virginia stammt. Wenn sie live auftreten, nehmen sie drei Freunde mit auf die Bühne, um ihre komplexe Instrumentierung angemessen umzusetzen. Asa spielt zahlreiche Instrumente, Cornbread bringt es glatt auf ein Dutzend (wenn man jetzt die Triangel und das Tamburin mitzählt). Beide begannen bereits in jungen Jahren mit dem Musikmachen. Cornbread lernte im Alter von 13, Schlagzeug zu spielen: „Ich wollte alle Metal-Alben, die ich besaß, nachspielen können: Metallica, Testament, Metal Church. Irgendwann nahm ich dann Unterricht bei einem Typen, der in der Holzabteilung des lokalen Baumarkts arbeitete.“ Zügig war er besessen von den Drums und begann bereits während der High School, mit zahlreichen Bands auf Tour zu gehen. Dabei blieb es auch in den Jahren, während er das College absolvierte – zig mal bereiste er das ganze Land, bis er dieses Zigeuner-Lebensstils als Tour-Drummer überdrüssig wurde. Daraufhin zog er nach Los Angeles und begann, Musik für Filme und TV-Werbung zu schreiben. Asas Start in der Musik war sogar noch ungewöhnlicher: Zunächst sparte er, noch in der Grundschule, Taschengeld, um seinem Nachbarn ein Keyboard abzukaufen. Kaum hatte er es erstanden, gründete er eine dreiköpfige Jazzband und schrieb seinen ersten Song, von dem er nur noch weiß, dass „er irgendwas mit Pfannkuchen zu tun hatte“.

Ein Journalist beschrieb ihre Musik als ein „mutiertes, gleichwohl irgendwie aufgeräumtes, elektronisches 60er-Garagen-Ding“, das an den Sound von The Troggs, The Seeds und The Zombies erinnere. Cornbread stimmt zu, dass diese Bands durchaus einen großen Einfluss auf sie ausübten, aber auch nur einen Teil ausmachen – ihr tatsächlicher Werte- und Inspirations-Kanon kann im Prinzip nicht exakt beschrieben werden, da sie beide zuvor in nahezu jedem Musikstil gearbeitet haben, den man sich vorstellen kann. Beide haben über Jahre an zahlreichen Alben mitgewirkt und Musiken für Filme und fürs TV komponiert (Asa versteckt irgendwo sogar einen Emmy für seine Mitarbeit an dem Saturday Night Live-Stück „Dick In a Box“). Mit einem derart eklektischen Mix an Instrumenten und Einflüssen ist es ebenso schwer, der Musik von Electric Guest einen Namen zu geben, aber Asa insistiert, dass alles am Ende Popmusik sei, und schließt mit den Worten: „Ich habe ein großes Herz für schreckliche Musik. Deshalb werde ich einen Teufel tun und erzählen, was mich beeinflusst.“

Weblink

www.electricguest.com

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