Die Bundestagswahlen sind in aller Munde: Noiseaux hat die passende Single inkl. Musikclip dazu

Typisch NOISEAUX: ein merkwürdiges Konzept mit äußerst erquicklichem Ergebnis. Lied und Video kombinieren 90er Jahre Computerspiel-Ästhetik mit einer politischen Empowerment-Botschaft.
»Nodemocracy« erscheint total zufällig kurz vor den Bundestagswahlen.

In erster Linie stellt der liebenswert kantige Electro-Pop Hit den derzeitigen Slogan der Künstlerin
Noah Sow vor. „Ich bin keine Demokratie. Kunst ist keine Demokratie. Mein Körper ist keine Demokratie. Die Anzahl der Abstimmungsberechtigten in vorgenannten Angelegenheiten beträgt 1.“

So einfach sich diese Philosophie zunächst anhören mag, so schwer ist sie in der Praxis umsetzbar. Frauen, ihre Kunst und ihre Körper, sind andauernden Einmischungen, Vorschriften und Sanktionen ausgesetzt, von allen möglichen Menschen, die in intimsten Angelegenheiten mitreden wollen. Im Musikvideo, bei dem Noah Sow selbst Regie führte, sind die Rollen und Funktionen auf nonchalante Weise vertauscht. Diejenigen, die üblicherweise Anordnungen treffen, dürfen darin nichts sagen, sondern sind lediglich dazu da, mit vollem Körpereinsatz für gute Stimmung zu sorgen. Sie hüpfen auf Kommando, während NOISEAUX über Autonomie spricht, und dabei auf beschwichtigendes-Lächeln™ verzichtet.

»Nodemocracy« ist die dritte Single-Auskopplung aus NOISEAUX‘ Album »SPECTRUM«. Es avancierte seit dem Album-Release zum Überraschungsfavorit von DJs und Indiefans. Wahrscheinlich regt die Videospiele-Soundästhetik unbewusst ihr Belohnungszentrum an. Oder es könnte auch einfach an der guten Musik liegen. Die EP enthält zusätzlich zum neuen Radio-Edit die Gewinne eines absolut undemokratischen Remix-Wettbewerbs.

Das Album »SPECTRUM« markiert den Übergang der Künstlerin und Autorin Noah Sow vom Afro-Punk des vorangegangenen Albums zum elektronischeren Konzept-Pop. Es wurde international äußerst positiv aufgenommen, u.a. auf ARTE portraitiert und steht im Referenz-Rahmen von Santigold, Kele Okereke und Noisettes. Zum Release absolvierte sie zwei Europa-Tourneen und zahlreiche Live-Konzerte an der Ostküste der USA.

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