Debüt-Album „Wie schön wir waren“ von William Wahl

Wem die Melodie von „Lass es schneien“, der ersten Auskopplung aus William Wahls Soloalbum „Wie schön wir waren“, bekannt vorkommen mag, liegt nicht falsch: Der Song wurde von der ARD zum Soundtrack der diesjährigen ARDWeihnachtskampagne gewählt und ertönt vom ersten Adventswochenende bis Weihnachten mehrfach täglich im Ersten. Gleichzeitig ist dieser von großem Streichorchester begleitete hymnische Popsong über den Trost, den wir in uns selber finden können, ein Vorgeschmack auf die im
Februar erscheinende CD, auf der Williams eigene Welt ertönt, anrührend und persönlich, in dreizehn Songs über das Leben.

William Wahl hat eine klassische Ausbildung, das hört man hier einmal mehr. Und er ist ein wunderbarer Pianist und Sänger. Der Crossover von Pop im Sinne der Beatles und Klassik ist ein Grund, warum diese Musik etwas Besonderes ist. Ein anderer sind die meisterhaften Songs. William hat außerdem für seine Arrangements eine ganz eigene Mischung und Instrumentierung gefunden und singt mit zu Herzen gehender Leichtigkeit. Mal nur von seinem Klavier begleitet, mal kammermusikalisch. Ein Bass, der an beste Beatles-Zeiten erinnert, dann eine Gitarrenband im Rücken und schließlich das große Orchester. Die Spanne ist weit.

So wie die Songs unterschiedlich sind. Im Studio des Produzenten ekimas (Erdmöbel) innerhalb von mehr als 2 Jahren aufgenommen, spiegelt auch der Sound einen längeren Abschnitt wieder. Vielfältig, packend, romantisch klingt diese Platte. In dem Moment, in dem ich dieses schreibe, erwarte ich einen eisigen Winter, einen zauberhaften Frühling, einen Jahrhundertsommer und einen stürmischen Herbst. In den Händen halte ich den Soundtrack. „Wie schön wir waren“ von William Wahl. Überglücklich ist William, dass er den holländischen Künstler Rogier Wieland, der vor allem mit seinen spektakulären Stop-Motion-Videos für Moleskine für Aufsehen sorgte, mit seiner Musik für sich gewinnen konnte: Rogier Wieland ist Regisseur des Ende November erscheinenden Videos zu „Lass es schneien“.

William Wahl lebt in Köln. 2000 gründete er die a-cappella-Formation basta, mit denen er bis jetzt sechs Alben aufgenommen hat.

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