Charlotte Gainsbourg „Stage Whisper“ (VÖ: 13.01.2012) + Clip „Terrible Angel“

2009 war ein fantastisches Jahr für Charlotte Gainsbourg: Für ihre wilde Performance in Lars von Triers „Antichrist“ wurde sie beim Film Festival von Cannes zur besten Schauspielerin gekürt, und sowohl Kritiker als auch Fans lobten ihr drittes Album, IRM, in höchsten Tönen. Doch die größte Überraschung überhaupt war, dass sie sich erstmals auf eine Welttournee begab, um in der ihr eigenen unkomplizierten und entschlossenen Art die Bühne zu zähmen, auf der sich instinktiv bestens zurechtfand. Ihre Reise durch diverse Zeitzonen (von New York über Coachella, Paris, London, Berlin und Benicassim bis nach Tokio) machte CHARLOTTE GAINSBOURG zu jener einzigartigen Sängerin, die sie heute ist.

Ihr neues Album Stage Whisper (Live And Unreleased) dokumentiert nun diese Zeit auf der Bühne und umreißt zudem mit einigen bislang unveröffentlichten Tracks einige neue Horizonte ihres Schaffens. Der erste Teil des Doppelalbums ist eine DVD-Dokumentation zur 2010er Tour und eine Reihe von Live-Tracks, die die besten Momente ihrer ersten beiden Alben – 5.55, das sie zusammen mit Air erschuf, und IRM, für das sie mit Beck kooperierte – vereinen. Der elektronische, erhebende Sound ihrer Band ist die Grundlage dafür, dass CHARLOTTE GAINSBOURG ihre natürliche und mysteriöse Persönlichkeit in eindringlich intimen Songs zum Ausdruck bringen kann.

Der zweite Teil von Stage Whisper (Live And Unreleased) ist ein unverfälschtes Minialbum von sieben Tracks, auf dem CHARLOTTE GAINSBOURG in eine völlig neue Klanglandschaft vordringt: Terrible Angels, geschrieben von Beck, ist ein geradliniger Electro-Hit mit einer absichtlich tödlichen CHARLOTTE GAINSBOURG, Paradisco zieht sie auf den Dancefloor eines Nachtclubs, der von New Order geleitet wird, und All The Rain und White Telephone klingen so, als wäre ein Gebet beantwortet oder ein Zauberspruch ausgesprochen worden. Danach wird es Zeit, Beck zu verlassen und sich stattdessen mit Charlie Fink von Noah & The Whale für Got To Let Go – eine Ballade für erfolglos ausreißende Liebende – sowie mit dem jungen Musikwunder Conor J. O’Brien (aka Villagers) zu verbünden, dessen ergreifender Folksong Memoir einen majestätischen Schlusspunkt für dieses Mini-Epos bietet.

CHARLOTTE GAINSBOURG wirft einen Blick in den Rückspiegel, während sie ihren Fuß auf den Boden stellt, und beweist, dass sie sich nach ihrem Erfolg in der Filmwelt, der einst mit dem glanzvollen Debüt in „Das freche Mädchen“ begann, nun auch beim Songwriting einen Namen gemacht hat. Dafür ist Stage Whisper (Live And Unreleased) der beste Beweis.

Wir haben jetzt schon mit „Terrible Angel“ einen ersten Clip dazu:

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