Bonaparte mit neuem Album „Sorry, We’re Open“, VÖ: 17.08.12

Im Zeitalter der Immer-und-Überall-Erreichbarkeit zwischen Haustür und Biergarten, zwischen Cloud und Livebühne rückt das diktatorische Kollektiv BONAPARTE um seinen an ADHS erkrankten Kaiser Tobias Jundt zurück auf den hiesigen Terminplan. „Sorry, we’re open“ heißt das neue Studioalbum, das am 17.08.2012 in allen erdenklichen Formaten erscheinen wird.

„There’s a schooner in the offing, with her topsails shot with fire, and our hearts have gone aboard her, for the islands of desire“, lässt Jundt seinen Computer zu Beginn im Intro „The Ship Is Thinking“ die Worte aus der Feder des US-amerikanischen Dichters Richard Hovey rezitieren, um im darauffolgenden ersten Song des Albums gleich den Zustand der Quarantäne auszurufen.

„Quarantine“ ist Blues-infizierter Elektrorock. Hier lässt sich kaum mehr unterscheiden welches Signal aus einem Synthesizer, welcher Ton aus einer angeschlagene Saite einer schwer verzerrten E-Gitarre stammt: Digitale Gitarren und analoge Synthesizer im Duett. Überhaupt gelingt es dem assoziativen Geschichtenerzähler Jundt und seinem Kollektiv auf diesem Album die Bonaparte typische Musik, basierend auf Traditionsgenres wie etwa Blues oder Folk auf der einen und urbaner Stilistik wie Elektro, Hip-Hop oder Dubstep auf der anderen Seite, weiter zu perfektionieren. Konsequent wurde auf diesem Album übrigens MIDI als digitale Schnittstelle für Instrumente vermieden. Die Maschinen und Instrumente wurden also in Echtzeit aufgenommen.

So ist „Sorry we’re open“ ein Rave-punkendes Cyperblues-Album geworden, das von dem Schicksal der ewigen Betriebsamkeit, der Online-Getriebenheit in unseren Leben als herumwandelnde Open-Source-Datei ohne Dienstschluss weiß, und dabei trotzdem versucht das Menschliche in der Mensch-Maschine zu betonen.
Ab Oktober geht die Band auf große „Sorry, We’re Open“ Tour.

Clip zur Single „Quarantine“

Weblink

http://www.bonaparte.cc/

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