30 Seconds to Mars „Live in Dortmund“

Nach dem ich schon die letzten zwei Alben rezensiert hatte, war es endlich an der Zeit, dass ich die Jungs von 30 Seconds to Mars live erleben musste. Also kaufte ich mir Konzertkarten für das Konzert am 15.06.2010 in Dortmund. Das erste Mal ist mir die Band um Jared leto bereits vor 5 Jahren mit dem Titel „The Kill“ aufgefallen. Das Video zu „The Kill“ wurde auf einem bekannten Musiksender gespielt und erinnerte mich an den Film „Shinning“ mit Jack Nicholson, geschrieben nach dem gleichnamigen Buch von Steven King.

Also machte ich mich nachmittags auf den Weg nach Dortmund. Mit dabei waren zwei Fans, die ich durch einen Zufall kennen gelernt hatte. Das Navi verlangte die Hälfte der Strecke, dass wir auf der Autobahn links abbiegen sollten. Die Westfahlenhalle schon im Auge mahnte uns das Navi an, rechts abzubiegen und dann wieder recht und zum dritten mal wieder rechts abzubiegen. So kam es, dass wir uns wieder einmal auf der Autobahn befanden. Diesmal allerdings mit der Westfahlenhalle im Rücken. Also hieß es wieder die nächste Ausfahrt raus und das Stückchen wieder zurück, bis wir letztendlich vor der Westfahlenhalle parken konnten. Dort standen schon einige Fans in einer Schlange, an die wir uns anstellten.

Ab zirka 19.00 Uhr wurde uns der Einlass gewährt. Schon sahen wir die ersten in die Halle 3a der Westfahlenhalle rennen. Da wir drei Mädels waren, suchten wir erst einmal den Gang zur Toilette auf und waren zugleich geschockt, dass für die Masse der Menschen nur eine Einzige vorhanden war. Also sind die meisten Frauen zu den Männertoiletten gegangen.

Mit dem Merchandising war es auch nicht sonderlich gut bestellt. Es standen nur eine kleine Auswahl von T-Shirts und Pullis zur Verfügung. Da habe ich auf anderen Konzerten schon besseres gesehen. Schließlich kaufte ich mir ein T-Shirt, da ich immer etwas von meinen Konzertbesuchen mitnehme, selbst wenn es nur ein bedruckter Becher ist. Hin und wieder kann ich auch ein Konzertfoto ergattern, welches ich mir dann mit der Eintrittskarte einrahme. Beispielsweise habe ich immer noch ein Schlüsselband vom letzten Genesis Konzert an meinem Schlüsselbund.

Wir begaben uns also in die Halle und waren erst einmal geschockt, weil es keinerlei Tribüne gab und der Saal zumindest im vorderen Teil schon ziemlich überfüllt war. Die Getränkestationen waren okay, man kam zügig an die Reihe und das Angebot war ausreichend. Der Süßigkeiten-Stand hätte jedoch nicht sein müssen. Das kann man eher auf dem Weihnachtsmarkt erwarten.

Kurz vor 20.00 Uhr begann die Vorgruppe, deren Namen ich leider vergessen habe. Schon nach 20 Minuten hätten die eigentlich aufhören können. Kein Vergleich zum Paul Weller Konzert, wo ich mir nur die Vorgruppe „Moke“ angehört hatte.

Allerdings ging es ab ungefähr 21.00 Uhr los. Hinter einem schwarzen beleuchteten Vorhang gab der Sänger Jared Leto sein Bestes. Die Menge jubelte. Obwohl ich, bis auf zwei Ausnahmen, Konzerte immer vom Innenraum betrachte, muss ich leider sagen, dass ich bislang bei keinem Konzert so wenig sehen konnte, wie bei diesem. Also begab ich mich vor die PA und hatte zumindest Platz. Vieles habe ich auch durch die vielen Digitalkameras betrachten können. Diese dürfte man sicherlich auf Youtube wieder finden.

Kurz nachdem der Vorhang heruntergelassen wurde, rastete die Menge aus. Jeder konnte zumindest einen Song mitsingen. Während sich Jared Leto die Kehle aus dem Hals schrie, wirbelte Tomo mit seiner Gitarre herum. Man konnte ihn unter den langen Haaren kaum erkennen. Shannon Leto trommelte wie wild auf seinem Schlagzeug herum. Selbstverständlich spielten die Jungs Lieder aus ihrem aktuellen Album „This is war“. Auf einmal war es ruhig und Jared Leto tauchte bei der PA wieder auf. Somit stand ich nur wenige Meter vom Sänger entfernt. Mitunter sang er allein mit seiner Gitarre das Lady Gaga Cover „Bad Romance“ und unterhielt sich ein wenig mit seinem Publikum, welchem er wenig später einen Musikwunsch erfüllte.

Nach der Showeinlage begab er sich wieder auf die Bühne und rockte den Saal, obwohl er sich zwischendurch noch mit einem Ballon namens „Wilson“ unterhielt. Bei den Songs „Attack“ und „The Kill“ bebte die Halle. Das Publikum war aufgepeitscht. Nach zirka 1,5 Stunden wollte 30 Seconds to Mars das Konzert beenden, wurde jedoch durch die „Zugabe“ Rufe davon abgehalten. Zum Höhepunkt holten die Sicherheitskräfte unter der Anleitung des Sängers einige Fans auf die Bühne und stellten Mikrophone auf. Danach folgte der Titel „Kings and Queens“. Leider der letzte Titel an diesem Abend. Aber Konzerte nun einmal irgendwann. Leider! Aber das nächste Konzert in Deutschland ist bereits angekündigt. Diesmal gibt es die Jungs in Oberhausen zu sehen. Ich werde auch wieder vor Ort sein.

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