Interview mit „Livingston“

Seit letztem Freitag (30.03.) steht das neue Album von „Livingston“ in den Läden. Wer die Jungs noch nicht kennt, sollte das schleunigst ändern, denn „Fire To Fire“ ist eine Scheibe, die wortwörtlich brennt. Und auch die Band selbst steht in Flammen, denn das international gemischte Quintett hat einiges zu erzählen, wie wir im Interview in Erfahrung bringen konnten.

Linda: Euer zweites Album ist seit Kurzem draußen. War es eine „schwere Geburt“ oder eine ganz natürliche Sache?

Jakob: Wir waren definitiv länger als 9 Monate schwanger, aber die Geburt war sehr natürlich. Alles ging ohne Narkose von statten.

Linda: Wenn ihr euer neues Album „Fire To Fire“ in einem Satz beschreiben müsstet: Wie würdet ihr es der Welt schmackhaft machen? Was ist Besonders an der neuen Platte?

Phil: Ich finde, es ist ein sehr emotionales und energiegeladenes Album, das vor allem das Feuer in uns Fünfen sehr gut reflektiert.

Linda: Was macht „Fire To Fire“ besser als „Sign Language“? Ist es einfach nur ein reiferes Album oder steckt mehr dahinter?

Phil: Es ist definitiv reifer, weil auch wir spüren, dass wir uns als Songwriter entwickelt haben. Das Album spiegelt wieder, an welchem Punkt wir jetzt angekommen sind.

Jakob: Wir haben es in deutlich kürzerer Zeit geschrieben als „Sign Language“, deshalb bezieht es sich stärker auf uns.

Linda: Wenn wir gerade beim Thema Feuer sind: Livingston, allein in der Wildnis (natürlich ohne Feuerzeug). Wie bekommt ihr ein Feuer in Gang?

Jakob: Phil war beim Militär und Beukes hat den Großteil seiner Jugend im afrikanischen Busch verbracht. Wir sind also bestens gewappnet!

Linda: Welcher Song auf „Fire To Fire“ ist euer Favorit? Und warum? Welche Geschichte steckt dahinter?

Phil: „Perfect Dream“, weil es ein sehr kraftvoller Opener ist. Chris und ich haben den Song an einem Wochenende in Berlin gemeinsam mit einem Typen namens Joe Cross geschrieben. Seitdem hat sich die Nummer unglaublich entwickelt und ist zu einem Monster geworden.

Jakob: “No More Promises”, weil der Song einer der emotionalsten auf dem Album ist. Beukes und ich haben uns sehr inspiriert gefühlt, als wir ihn geschrieben haben. Es war einer der Momente, wo die Inspiration förmlich geflossen ist und man selbst gar nicht wusste, wo plötzlich all die Musik hergekommen ist. Das war einer der schönsten Schreib-Augenblicke, die ich je hatte.

Linda: Was macht einen perfekten Song aus? Gibt es eine Formel oder dreht sich alles um Emotionen?

Jakob: Wir verfolgen mit unserem Songwriting keine konkrete Formel. Nach einer Weile weiß man einfach, was beim Schreiben hilft. Aber die Emotion ist natürlich das Wichtigste. Wenn ich mitten im Schreiben bin, bekomme ich sehr schnell ein Gefühl dafür, ob sich der Song in die richtige Richtung entwickelt. Entweder er haut mich sofort um oder er packt mich einfach nicht.

Linda: Livingston in 10 Jahren – Wo seht ihr euch? Was sind eure Ziele und Erwartungen?

Phil: Ich sehe uns noch mehr um die Welt reisen, neue Orte entdecken, neue Leute treffen. Und uns musikalisch noch weiter wachsen.

Jakob: Ich sehe das genauso. Ich würde „Fire To Fire“ und alle die Alben, die noch folgen werden, gern mit um die Welt nehmen!

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